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Detailhandelsfachleute

Dreijährige Lehre zur Detailhandelsfachfrau/ zum Detailhandelsfachmann EFZ

Detailhandelsfachleute arbeiten im Verkauf. Sie beraten und bedienen die Kundschaft im Verkaufsgeschäft oder sind zuständig für Präsentation, Einkauf, Lager und Bewirtschaftung der Waren.

 

Detailhandelsfachleute beraten und bedienen die Kundinnen und Kunden kompetent und stellen ein optimales Warenangebot bereit. Mit umfassenden Branchenkenntnissen übernehmen sie weitere Aufgaben wie die Sortimentsgestaltung und die Warenbewirtschaftung. Sie erhalten während ihrer dreijährigen Grundbildung in einem der beiden Bereiche Beratung oder Bewirtschaftung vertiefte Kenntnisse. Sie können die Grundbildung in zahlreichen Branchen absolvieren. Mit sehr guten Leistungen in der Schule kann zusätzlich die Berufsmaturität erworben werden.

  • Durchschnittliche bis gute Noten in der Sekundarstufe I (Sekundar- oder Realschule)
  • Freude am Kontakt mit Menschen, an der Beratungs- und Verkaufstätigkeit, Teamfähigkeit, Flexibilität und Belastbarkeit
  • Kommunikationsfähigkeit in der lokalen Landessprache (Deutsch). Mindestens drei Jahre Vorkenntnisse in der gewählten Fremdsprache (Französisch oder Englisch)
  • Vorkenntnisse im Tastaturschreiben
  • Abschluss eines dreijährigen, gültigen Lehrvertrags

Während der Grundbildung erleben Sie drei verschiedene Lernorte, den Lehrbetrieb, die Berufsfachschule und die überbetrieblichen Kurse.

  • Im Lehrbetrieb arbeiten Sie drei bis dreieinhalb Tage pro Woche, je nachdem in welchem Lehrjahr Sie sind und ob Sie Freikurse besuchen oder nicht. Bei der täglichen Arbeit im Lehrbetrieb geht es darum, die theoretischen Detailhandels- und Branchenkenntnisse anzuwenden und praktisch zu vertiefen. Im Lehrbetrieb lernen Sie auch das Sortiment Ihres Betriebes kennen.
  • An durchschnittlich anderthalb bis zwei Tagen pro Woche besuchen Sie die Berufsfachschule. Dort werden Ihnen die theoretischen Kenntnisse, die im Detailhandel wichtig sind, vermittelt. Fächer an der Berufsfachschule: Deutsch, Englisch, Französisch, Detailhandelskenntnisse, Gesellschaft, Wirtschaft, Spor.
  • An 10 Tagen, verteilt über die ganze Grundbildung, besuchen Sie überbetriebliche Kurse. Dort lernen Sie, was für die spezielle Branchenkunde wichtig ist.
Schwerpunkte Ausbildung

In der Ausbildung zum Detailhandelsfachmann / zur Detailhandelsfachfrau haben Sie die Auswahl zwischen den beiden Schwerpunkten «Beratung» und «Bewirtschaftung». Welcher Schwerpunkt für Sie gilt, wird im Lehrvertrag festgehalten. Der Schwerpunkt wird im dritten Ausbildungsjahr vertieft.

Schwerpunkt Beratung

  • Die Beratung steht im Mittelpunkt
  • Der Kunde braucht in der Regel eine Beratung
  • Im Vordergrund stehen Bedienung, Beratung und Verkauf
  • Vollbedienung mit Beratung
  • Spezialgeschäft, Fachgeschäft etc.

Schwerpunkt Bewirtschaftung

  • Der Warenkreislauf steht im Mittelpunkt
  • Der Kunde braucht in der Regel wenig Beratung
  • Im Vordergrund stehen Verkaufsbereitschaft, Kundeninformation und Verkauf
  • Vorwahl oder Selbstbedienung
  • Warenpräsentation
  • Supermarkt, Verbrauchermarkt etc.
Berufsmaturität

Detailhandelsfachleute, die zusätzlich eine lehrbegleitende Berufsmaturität Typ Dienstleistungen besuchen wollen, können den schulischen Teil der dreijährigen Grundausbildung an der Wirtschafts- und Kaderschule (WKS) in Bern absolvieren.

Nach der dreijährigen Grundbildung und erfolgreichem Abschluss des Qualifikationsverfahrens (Lehrabschlussprüfung) erhalten Sie das eidgenössische Fähigkeitszeugnis «Detailhandelsfachmann/-frau EFZ».

Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn der Mittelwert der Qualifikationsbereiche praktische Arbeiten (Beurteilung Lehrbetrieb, Beurteilung allgemeine Branchenkunde, Beurteilung überbetriebliche Kurse, praktische Prüfung) und Detailhandelskenntnisse mit der Note 4 oder höher bewertet wird. Weiter muss der Mittelwert der Qualifikationsbereiche lokale Landessprache (Deutsch), Fremdsprache (Französisch oder Englisch), Wirtschaft und Gesellschaft mit der Note 4 oder höher bewertet werden.

Freikurse

Freikurse richten sich an leistungsstärkere Lernende, mit dem Ziel, ihnen ab dem zweiten Lehrjahr eine zusätzliche Ausbildung ergänzend zum Pflichtunterricht zu ermöglichen. Am Ende des ersten Lehrjahres findet eine Standortbestimmung statt. Bei positiver Standortbestimmung haben Sie das Recht, verschiedene Freikursen zu wählen. Der Besuch von Freikursen ist die Voraussetzung für die Zulassung zur BM 2 oder zum Vorbereitungslehrgang zur BM 2, Typ Wirtschaft. Das Berufsbildungsgesetz erlaubt den Besuch von Freikursen während der Arbeitszeit ohne Lohnabzug bis zu einem halben Tag pro Woche. Mehr

Förderkurse

Die Förderkurse sind ein befristeter Zusatzunterricht für Lernende mit einem schulischen Rückstand. Ein Förderkurs ermöglicht das Aufholen von stofflichen Lücken. Das Berufsbildungsgesetz erlaubt den Besuch von Förderkursen während der Arbeitszeit ohne Lohnabzug bis zu einem halben Tag pro Woche. Mehr

Sprachaufenthalte

Die Wirtschaftsschule Thun bietet zur Vorbereitung auf die internationalen Sprachzertifikate 14-tägige Aufenthalte in Montpellier und Bournemouth an. Detailhandelsfachleute können von diesem Angebot Gebrauch machen und sich so auf das PET (Preliminary English Test, level B1) respektive das DELF A2/B1 (Diplôme d'études en langue française, niveau A2/B1) vorbereiten. Mehr

Mit dem EFZ und mit Ihrem Willen, sich beruflich weiterzubilden, steht Ihnen für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung alle Türen offen.

  • Kurse und branchenspezifische Weiterbildungen bei diversen Anbietern:
    • Weiterbildung der Wirtschaftsschule Thun
    • Berufsfachschule für den Detailhandel bsd-bern
    • Schweizerisches Institut für Unternehmerschulung SIU
    • KV Bern, KV Schweiz sowie der Branchenverbände
  • Berufsmaturität
    • Bei qualifiziertem Abschluss ist die prüfungsfreie Aufnahme möglich
    • Vorbereitungslehrgang zur Berufsmaturität 2 Typ Wirtschaft
    • Berufsmaturität Typ Wirtschaft (vollschulisch oder berufsbegleitend)
    • Berufsmaturität Typ Dienstleistungen (vollschulisch)
    • Es sind weitere Berufsmaturitäts-Ausrichtungen möglich
  • Höherer Fachschule für Wirtschaft (HFW)
  • Berufsprüfung mit eidg. Fachausweis: Detailhandelsspezialist/in, Einkaufsfachmann/-frau, Führungsfachmann/-frau, Marketingfachmann/-frau, Verkaufsfachmann/-frau Fachrichtung Innen- oder Aussendienst
  • Höhere Fachprüfung: Detailhandelsmanager/in mit eidg. Diplom, Einkaufsleiter/in mit eidg. Diplom, dipl. Marketingleiter/in, dipl. Verkaufsleiter/in, dipl. Führungsexperte/-expertin
  • Fachhochschule: Bachelor of Science (FH) in Betriebsökonomie
Jürg Dellenbach
Konrektor Detailhandel
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Sekretariat Berufsfachschule
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