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Schutz vor der Verletzung der persönlichen Integrität

Auf dem ganzen Schulareal innerhalb und ausserhalb des Unterrichts wie auch bei externen schulischen Veranstaltungen gelten Grundsätze zum «Schutz vor der Verletzung der persönlichen Integrität». Diese regeln den Umgang unter Lehrpersonen, Lernenden, Kursteilnehmenden und Mitarbeitenden.

 

Präambel

Lehrerschaft und Schulleitung haben dieses Leitbild gemeinsam entwickelt und verpflichten sich, die darin formulierten Grundsätze einzuhalten.

  1. Die Lehrperson nimmt Lernende als Partnerinnen und Partner wahr.
  2. Die Lehrperson begleitet und unterstützt.
  3. Lernende sind Mitwirkende im Unterricht.
  4. Die Lernenden übernehmen Mitverantwortung für die Lernkultur in den Klassen.
  5. Pädagogisches Handeln heisst auch Grenzen setzen.
  6. Lernende erleben vielfältige, den Zielen und Voraussetzungen entsprechende Lernarrangements.
  7. Das Kollegium lebt eine entwicklungsfördernde Feedback-Kultur.
  8. Die Schulleitung unterstützt die Umsetzung der pädagogischen Leitsätze.

1. Die Lehrperson nimmt Lernende als Partnerinnen und Partner wahr

  • Ich respektiere die Lernenden als erwachsene und gleichwertige Menschen.
  • Meine Feedbacks sind aufbauend und ehrlich.
  • Ich fordere die Lernenden zu einem aufbauenden, ehrlichen Feedback auf, bespreche die Ergebnisse und definiere Massnahmen.
  • Die Lernenden übernehmen Eigenverantwortung im Rahmen der vereinbarten Regeln.
  • Lernende erleben mich als Person, die Fehler machen darf und diese auch eingestehen kann.

2. Die Lehrperson begleitet und unterstützt

  • Die Lernenden begleite ich zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und zum anschliessenden Einstieg in die Berufswelt. Ich zeige ihnen verschiedene Handlungsmöglichkeiten auf und unterstütze sie bei Entscheidungen.
  • In der täglichen Arbeit zeige ich nicht nur Verständnis für schulische Belange, sondern auch für die persönliche Situation der Lernenden.

3. Lernende sind Mitwirkende im Unterricht

  • Indem ich die Lernenden am Unterricht aktiv teilnehmen und ihren Erfahrungsbereich mit einfliessen lasse, wecke ich ihr Interesse an den Lehrinhalten.
  • Ich fordere die Lernenden auf, den Unterricht mit Beispielen aus ihrer Praxis mitzugestalten; dadurch werden die Lektionen für alle Beteiligten abwechslungsreicher und interessanter.
  • Die zu vermittelnde Theorie verknüpfe ich mit Praxisbeispielen.

4. Die Lernenden übernehmen Mitverantwortung für die Lernkultur in den Klassen

  • Ich unterstütze die Lernenden dahingehend, dass sie sich gegenseitig achten, zu positiver Arbeitshaltung animieren und einander bei Lernschwierigkeiten helfen.
  • Die Lernenden übernehmen Mitverantwortung für die Lernkultur und erkennen dadurch, dass sie nur gemeinsam und zusammen mit ihren Lehrpersonen das Ausbildungsziel erreichen.

5. Pädagogisches Handeln heisst auch Grenzen setzen

  • Interventionsstufen dienen dazu, einerseits die Ursachen der Störungen zu eruieren, gültige Regeln durchzusetzen und andererseits Fördermassnahmen sowie Zielsetzungen zu vereinbaren.
  • Alle Betroffenen werden in diesen Prozess eingebunden, damit die Lernenden das Ausbildungsziel erreichen können.
  • Disziplin, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sowie die persönlichen Umstände der Lernenden berücksichtige ich angemessen.

6. Lernende erleben vielfältige, den Zielen und Voraussetzungen entsprechende Lernarrangements

  • Bei der Planung und Durchführung des Unterrichts berücksichtige ich einerseits die Voraussetzungen der Lernenden und andererseits die vorgegebenen Ausbildungsziele.
  • Den unterschiedlichen Möglichkeiten der Lernenden trage ich Rechnung, indem ich sie auch selbstverantwortlich, individualisiert, jedoch begleitet, arbeiten lasse.
  • Ich rhythmisiere den Unterricht und wende verschiedene Methoden an, um bei den Lernenden eine grössere Aufmerksamkeit zu erreichen.
  • Aufkommender Passivität und Störungen begegne ich durch die Anwendung geeigneter Methoden.
  • Die Zusammenarbeit mit anderen Lehrpersonen hilft mir, den Unterricht effizient vorzubereiten und interessant zu gestalten.

7. Das Kollegium lebt eine entwicklungsfördernde Feedback-Kultur

A. Mit meinen Kolleginnen/Kollegen

  • Ich bin offen für den Austausch und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen/Kollegen – im Geben und im Nehmen.
  • Ich unterstütze meine Kolleginnen/Kollegen in schwierigen Situationen.
  • Ich bin offen für gegenseitigen Unterrichtsbesuch.

B. In Beziehung zu meinen Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung und den Lehrbetrieben

  • Ich bin offen, positive oder kritische Feedbacks zu geben oder anzuhören.
  • Ich überdenke meine Haltung aufgrund von Feedbacks und hole wenn nötig Hilfe bei Kolleginnen/ Kollegen, der Schulleitung oder externen Fachpersonen.
  • Ich bin bereit, an der Schulentwicklung aktiv mitzuarbeiten, mit dem Ziel, positive Veränderungen herbeizuführen.

8. Die Schulleitung unterstützt die Umsetzung der pädagogischen Leitsätze

  • Die Schulleitung lebt das Leitbild vor.
  • Die Schulleitung unterstützt alle Beteiligten in der Umsetzung des Leitbildes und stellt die notwendigen Instrumente zur Verfügung.