Förderkurse – Richtlinien
Das Angebot an Förderkursen basiert auf dem Berufsbildungsgesetz und auf unserem Leitbild:
Die Lernenden stehen im Zentrum unseres Bildungsauftrags.
Wir stärken ihre Identifikation mit dem gewählten Aus- und Weiterbildungsweg und den beruflichen Zielen, indem wir klare Ansprüche an Leistungsbereitschaft, Grundeinstellung und persönliche Haltung formulieren.
Wir fördern die Handlungskompetenz und die Persönlichkeitsentwicklung der Lernenden.
Stärkere wie auch Schwächere unterstützen wir wirkungsvoll, so dass ihre Fortschritte spürbar werden und sie motivieren. Die Lehrtätigkeit orientiert sich an unseren pädagogischen Leitsätzen.
Ein Förderkurs, was ist das genau?
- Ein Förderkurs ist ein befristeter Zusatzunterricht für Lernende mit einem schulischen Rückstand. Ein Förderkurs ermöglicht ihnen das Aufholen von stofflichen Lücken. Das Berufsbildungsgesetz erlaubt den Besuch von Förderkursen während der Arbeitszeit ohne Lohnabzug bis zu einem halben Tag pro Woche.
- Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den verschiedenen Lehrpersonen erleichtert die Koordination Pflichtunterricht-Förderkurs.
- Wer einen Förderkurs besucht, belegt in der Regel keinen Freikurs.
- Es dürfen nicht zwei parallel laufende, gleiche Förderkurse belegt werden.
Für wen werden die Förderkurse angeboten?
- Sie weisen ungenügende oder knapp genügende Noten (max. 4.5) im betreffenden Fach aus.
- Sie sind sich bewusst, dass Wissenslücken und individuelle Schwächen am Anfang der Lehrzeit, respektive sofort behoben werden müssen und nicht erst kurz vor der Abschlussprüfung.
- Sie sind bereit, Eigenverantwortung zu übernehmen und zeigen eine positive Grundhaltung, indem Sie sich in den Kurs einbringen, Fragen stellen, Ihr Wissen anwenden, sich austauschen. Das Erledigen von Hausaufgaben ist für Sie selbstverständlich.
Inhalte und Ziele eines Förderkurses
- Ihre Lehrkräfte gehen im Unterricht auf Ihre individuellen Schwächen im entsprechenden Fach ein und helfen Ihnen Wissenslücken zu schliessen. Sie lernen verschiedene Lern- und Arbeitstechniken und stärken Ihr Selbstvertrauen in diesem Fach.
- Für den Förderkurs ist kein bestimmtes Lehrbuch vorgesehen. Sie bringen einen Ordner mit, in den Sie die entsprechenden Kursunterlagen im Laufe des Kurses ablegen.
- Regelmässige Tests geben Ihnen eine klare Rückmeldung, an welchen Themen Sie noch vermehrt üben sollten.
Wie gehen Sie vor, wenn Sie einen Förderkurs belegen möchten?
- Sie unterbreiten Ihre Wünsche der Berufsbildnerin oder dem Berufsbildner.
- Gemeinsam legen Sie das Mass des zusätzlichen Unterrichts fest. Sie berücksichtigen dabei die schulischen und betrieblichen Leistungen. Die Lehrkräfte helfen bei Beurteilungsschwierigkeiten gerne mit.
- Gemeinsam wird ebenfalls die bestmögliche Stundenplanvariante festgelegt.
Kursgeld, Material
Der Besuch von Förderkursen ist grundsätzlich unentgeltlich.
Absenzen, Dispensationen
Absenzen müssen auf die gleiche Art entschuldigt werden wie bei den Pflichtfächern.
Ausweis
Der Förderkursbesuch wird in einem Kursausweis mit dem Vermerk «besucht» bestätigt.
Austritte
Bei Förderkursen können die Lernenden, wenn sie im Regelunterricht in den ersten drei Proben des Semesters einen Durchschnitt von 4.5 oder besser oder eine Semesternote von 4.5 oder besser erreicht haben, aus dem Fördekurs austreten. Der Ablauf ist im Austrittsformular festgelegt.
Ausschluss
Lernende, die keine positive Arbeitshaltung zeigen, werden durch die Fachlehrkraft ausgeschlossen. Diese informiert die betroffenen Lernenden, den Lehrbetrieb sowie die Schulleitung.
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