Einführung zu den pädagogischen Leitsätzen
Wir bauen auf den vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Lernenden auf und knüpfen an ihre individuellen Vorkenntnisse an. Um diesen individuell unterschiedlichen Lern-Anforderungen gerecht zu werden, setzen wir gezielt Sequenzen des selbstverantwortlichen, individuellen und begleiteten Lernens und Arbeitens (SIBLA) ein.
Die «Handlungskompetenz» steht im Zentrum des Unterrichts: Die Lernenden wissen nicht nur, wie etwas funktioniert, sie können es auch anwenden! Deshalb fördern wir sämtliche Kompetenzen (Fach-, Methoden und Sozialkompetenzen), um den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu unterstützen. Im Zentrum stehen die Erlangung einer möglichst hohen Arbeitsmarktfähigkeit sowie die Bereitschaft und die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen.
Wir unterstützen und begleiten die Lernenden auf diesem anspruchsvollen Weg.
Zur Umsetzung der pädagogischen Leitsätze stehen folgende Instrumente zur Verfügung:
- Unterrichtssequenzen selbstverantwortliches, individuelles und begleitetes Lernen und Arbeiten (SIBLA)
- Schulung der überfachlichen Kompetenzen
- Lernbegleitung/LernCoaching durch die Fach- und Klassenlehrkräfte
- Angebot an Förderkursen
- Beratungsdienst F1 für Lernende
- Fachkundige individuelle Begleitung (FiB) in den Attestausbildungen
- Angebot an Freikursen
Präambel
Lehrkräfte und Schulleitung haben dieses Leitbild gemeinsam entwickelt und verpflichten sich, die darin formulierten Grundsätze einzuhalten.
1. Die Lehrperson nimmt Lernende als Partnerinnen und Partner wahr
Ich nehme die Lernenden als erwachsene und gleichwertige Menschen wahr. Meine Feedbacks sind aufbauend und ehrlich.
Ich fordere die Lernenden zu einem aufbauenden und ehrlichen Feedback auf.
Die Lernenden übernehmen Eigenverantwortung im Rahmen der Vereinbarungen im Lehr-/ Lernvertrag.
2. Die Lehrperson ist als Mensch wahrnehmbar
Lernende erleben mich als offene Person, die Fehler machen darf und diese auch eingestehen kann.
In der täglichen Arbeit zeige ich nicht nur Verständnis für schulische Belange, sondern auch für die persönliche Situation der Lernenden.
Bei allen Problemen, welche die schulische Leistung beeinflussen, versuche ich Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
3. Lernende sind Mitwirkende im Unterricht
Indem ich die Lernenden am Unterricht aktiv teilnehmen lasse, wecke ich ihr Interesse an den Lehrinhalten.
Ich fordere die Lernenden auf, den Unterricht mit Beispielen aus ihrer Praxis mitzugestalten; dadurch werden die Lektionen für alle Beteiligten abwechslungsreicher und interessanter.
Die zu vermittelnde Theorie verknüpfe ich mit Praxisbeispielen.
4. Die Lernenden übernehmen Mitverantwortung für die Lernkultur in den Klassen
Ich unterstütze die Lernenden dahingehend, dass sie sich gegenseitig achten, zu positiver Arbeitshaltung animieren und einander bei Lernschwierigkeiten helfen.
Die Lernenden übernehmen Mitverantwortung für die Lernkultur und erkennen dadurch, dass sie nur gemeinsam und zusammen mit ihren Lehrkräften das Ausbildungsziel erreichen.
5. Das pädagogische Handeln hat auch seine Grenzen
Interventionsstufen dienen dazu, einerseits die Ursachen der Störungen zu eruieren, gültige Regeln durchzusetzen und andererseits Fördermassnahmen sowie Zielsetzungen zu vereinbaren.
Alle Betroffenen werden in diesen Prozess eingebunden, damit die Lernenden das Ausbildungsziel erreichen können.
Disziplin, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sowie die persönlichen Umstände der Lernenden sind angemessen zu berücksichtigen.
6. Lernende erleben vielfältige, den Zielen und Voraussetzungen entsprechende Lernarrangements
Bei der Planung und Durchführung des Unterrichts berücksichtige ich einerseits die Voraussetzungen der Lernenden und andererseits die vorgegebenen Ausbildungsziele.
Indem ich den Unterricht rhythmisiere und verschiedene Methoden anwende, erreiche ich bei den Lernenden eine grössere Aufmerksamkeit.
Aufkommender Passivität und Störungen begegne ich durch die Anwendung geeigneter Methoden.
Die Zusammenarbeit mit anderen Lehrkräften hilft mir, den Unterricht effizient vorzubereiten und interessant zu gestalten.
7. Das Kollegium lebt eine entwicklungsfördernde Feedback-Kultur
Ich bin offen für den Austausch und die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen – im Geben und im Nehmen.
Ich unterstütze meine Kolleginnen und Kollegen in schwierigen Situationen. Ich bin offen für gegenseitigen Unterrichtsbesuch.
In Beziehung zu meinen Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung und den Lehrbetrieben
Ich bin offen, positive oder kritische Feedbacks zu geben oder anzuhören.
Ich überdenke meine Haltung aufgrund von Feedbacks und hole wenn nötig Hilfe bei Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung oder externen Fachpersonen.
Ich bin bereit, an der Schulentwicklung aktiv mitzuarbeiten, mit dem Ziel, positive Veränderungen herbeizuführen.
8. Die Schulleitung stützt und fordert den vereinbarten Kurs
Die Schulleitung lebt das Leitbild vor.
Die Schulleitung unterstützt alle Beteiligten in der Umsetzung des Leitbildes und stellt die notwendigen Instrumente zur Verfügung.
WirtschaftsSchule Thun • Mönchstrasse 30a • 3600 Thun
Telefon Grundbildung 033 225 26 27 • Telefon Weiterbildungszentrum 033 225 26 26 • Telefax 033 225 26 39
wst(at)wst.ch • weiterbildung(at)wst.ch • Standort Gstaad • Webmaster
